Wie immer fand das Meetup in der TU Wien statt. Und wieder gab es zwei interessante Vorträge zu hören. Der Lightbend Stack (vormals Typesafe Stack) stellte einen Schwerpunkt dar, zunächst sprach Matthias Kurz über das Playframework in der kürzlich freigegebenen Version 2.5 und danach Dominik Dorn über die brandneue Microservice Platform Lagom.

In Version 2.5 des Playframeworks gab es recht viele Änderungen, die die Wartbarkeit und Testbarkeit von Play Anwendungen stark verbessern sollten. Der Vortrag konzentrierte sich auf die Java Version des Frameworks. Das Playframework kann sowohl unter Java als auch unter Scala verwendet werden.

In der Java Version wurden vor allem viele statische Aufrufe auf interne Objekte des Frameworks durch Dependency Injection ersetzt. Das hilft bei der Testbarkeit der eigenen Anwendungen, da die Verwendung von statische Methoden und Objekte eine enge Bindung zum Framework erzwingt und die Testbarkeit erschwert.

Unter der Haube wurde das Playframework-spezifische Streaming Konzept der Interatees durch Akka Streams ersetzt. Auch wenn diese Änderung einen höheren Aufwand bei der Migration verursacht, ist die Entscheidung der Entwickler gut getroffen, da Akka Streams die Reactive Streams API unterstützt und die wiederum Teil von Java 9 werden soll! Damit ist dieser Schritt für die langfristige Entwicklung sehr zu begrüßen.

Daneben gibt es noch eine verbesserte Unterstützung von Websockets und generell eine um etwa 20% verbesserte Performance als in Version 2.4. Für Linux Anwender gibt es noch einen weiteren Performance Boost, da Playframework 2.5 auf Netty 4.0 aufsetzt und Netty jetzt Linux native Sockets unterstützt!

Alles in allem viele gute Gründe über eine Migration seiner bestehenden Anwendungen nachzudenken.

Danach stellte Dominik Dorn das Microservice Framework Lagom von Lightbend vor. Zunächst gab er aber eine sehr gute Einführung in das Thema Microservices. Dabei orientierte er sich am ausgezeichneten Kurzbuch Reactive Microservices Architecture von Jonas Bonér, dem CTO von Lightbend. Dieses Kurzbuch ist im O’Reilly Verlag erschienen und kann als E-Book unter https://www.lightbend.com/reactive-microservices-architecture kostenlos bezogen werden! Das Buch gibt einen hervorragenden Einblick in das Thema.

Mit einer kurzen Lagom Demo klang das Meetup in gewohnt guter Stimmung aus.

Bei openForce verwenden wir das Playframework in unseren Scala Entwicklungen und haben damit ausgezeichnete Erfahrungen gemacht. Die Java Version “fühlt” sich etwas komplizierter an wenn man die eleganten Lösungen in der Scala Version gewohnt ist. Dennoch ist Play auch für reine Java Entwicklungen sehr gut geeignet, hat hier aber mit SpringMVC einen starken Konkurrenten im Bereich der Java Web Entwicklung.

openForce entwickelt innovative Web- und mobile Softwarelösungen für seine Kunden. Dabei setzen wir auf moderne Technologien wie Scala und Apache Spark damit unsere Anwendungen

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